Spitalschule Leonberg

Die Grundschule im Spitalhof

Besuch bei Tims Bienen

bienen 4a 12Am Dienstag, den 15.5.2018 sind wir in Tim’s Garten gewandert. Dort haben wir uns die fleißigen Beinen angeschaut, denn in Tim’s Garten gibt es 3 Bienenstöcke. (Fotis)
Als erstes entdeckten wir einen alten Bienenkorb, der aus Stroh geflochten und vermutlich mit Lehm und vielleicht auch mit Kuh-Kacke abgedichtet worden ist. Dieser Korb stammt aus dem Gebersheimer Bauernmuseum und soll ein eigenes Bienenvolk erhalten. (Sami) Als wir in unserem Garten ankamen, machten wir kurz eine Pause, dann ging es mit der Theorie los. Mein Vater erklärte uns, dass Bienen nur seitlich stechen können und wie wir den Stachel im Falle eines Stiches wieder herauskriegen.
Ich erklärte anschließend der Klasse, wie die einzelnen Teile des Bienenequipments (=Ausrüstung) heißen. Dann habe ich den Smoker (=Rauchmaschine) angemacht. Adam hat das erste Einräuchern übernommen. An unseren Bienenvölkern haben wir uns zuerst ein zweizargiges (=doppelstöckiges) Volk angeschaut. (Tim)

Ein Bienenvolk besteht wie ein Staat aus verschiedenen Mitgliedern: Es gibt die Wächter, die Arbeiterinnen, die Drohnen und eine Königin. Damit wir uns das Bienenvolk in Ruhe anschauen konnten, haben wir es ein bisschen eingeräuchert. Das durfte ich machen. (Adam)

Herr Stirn hat uns erklärt, dass man mit Einräuchern die Bienen 'ablenkt': sie denken, dass es brennt und bemühen sich, Vorbereitungen für eine mögliche Flucht zu treffen. Das lenkt sie von imkerlichen Arbeiten ab. Die Drohnen und die Königin waren aber ganz normal.
Auch sonst muss man keine Angst vor Bienen haben, da sie nur bei großer Gefahr zustechen - aber nicht die Drohnen, denn die haben gar keinen Stachel. Interessant war, dass sich die Bienen untereinander verständigen können, zum Beispiel zeigen sie durch einen tanz an, in wie viel Metern, in welcher Richtung sich ein Blumenfeld befindet. (Amelie)

Auch eine Biene hat viele Feinde. Zum Beispiel: Spechte, Landwirte (durch ihre Dünger und Unkrautvernichtungsmittel) und die Varroamilbe. (Carla)

Tim’s Vater hat dann einen Rahmen herausgeholt. An dem Rahmen sind Drähte gespannt und eine Mittelwand befestigt - daran bauen die Bienen ihre Waben auf! Kurz darauf mussten wir uns unterstellen, da es anfing, etwas zu regnen. Doch das war relativ schnell vorbei und es tröpfelte nur noch. Frau Pawlik beschützte das Bienenvolk mit einem aufgespannten Regenschirm. In dem ganzen Gewusel entdeckten wir die Weisel (=Bienenkönigin). (Christian)
Die Bienenkönigin ist viel größer als die anderen Bienen (Lizzi) … und sie wird manchmal von ihrem eigene Volk getötet, wenn sie krank oder alt ist. (Lenja)

Das Zusammenbringen von zwei Bienenstöcken haben wir leider abbrechen müssen. Dazu war es heute leider nicht warm genug. (Sophie K.)

Dafür durften wir durch ein Messgerät für Honig (=Imker-Refraktometer) schauen. Da ist so eine Skala drin, mit der man den Zucker- und Wassergehalt von Honig genau ermitteln kann. (Milli)

Zum Schluss haben wir Naturkaugummi (=Honigwaben) zum Probieren bekommen. Ich fand ihn sehr lecker. Andere haben lieber rohen Rhabarber mit Zucker genascht. Dann verabschiedeten wir uns und liefen zur Schule zurück. Es war alles sehr interessant … zum Glück wurde niemand gestochen (Hanna H.)