Spitalschule Leonberg

Die Grundschule im Spitalhof

Schulfest 2014 ...


Schule logo rund... ein Stück aus dem Schulleben der Spitalschule in drei Akten

1. Akt – Die Vorbereitungen

Bereits im Februar hatte sich ein Team, das aus Mitgliedern des Elternbeirats und dem Schulleiter bestand, zu einem ersten Treffen versammelt, um den organisatorischen Rahmen für das Schulfest festzulegen. Viele Fragen mussten noch vor den stattfindenden Elternabenden geklärt werden, damit die Eltern der einzelnen Klassen sich auch für die umfangreichen Hilfstätigkeiten rechtzeitig anmelden konnten.

 Schon zuvor hatte das Kollegium, mit tatkräftiger Unterstützung einiger Mütter, ein geeignetes Thema für das Schulfest finden können: „Jahrmarkt". Das Thema stand für bunte Vielfalt und Abwechslung, für Ernstes, Komisches und Sportliches und spiegelte ideal die bunte Vielfalt der Spitalschule wider.
Nun, es war Februar und das Schulfest lag, so schien es zumindest, in noch überschaubarer zeitlicher Ferne.
Doch noch vor den Osterferien traf sich das Organisationsteam zum zweiten Mal. „Wie voll sind unsere Helferlisten?" „Was bieten wir den Gästen an?" „Wie viele Kuchen werden gebacken?" „Welche Preise verlangen wir für Speis' und Trank?" „Wer besorgt was?" und noch viele andere Fragen standen am zweiten Abend im Mittelpunkt. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Teammitglieder wurde alles sehr rasch geklärt und die Aufgaben verteilt. Noch eine weitere Sitzung hatte man sich vorgenommen, um die allerletzten Fragen zu klären.
Auch im Kollegium tat sich nun einiges. Alle Klassen und ihre Lehrerinnen hatten sich wunderbare Beiträge für unseren „Jahrmarkt" überlegt. Und wenn man die Liste durchlas, war man überrascht und erfreut, wie viele Ideen eingeflossen waren. Planungen für den Ablauf der Woche vor dem Schulfest waren abgeschlossen und die Pfingstferien näherten sich rasch.
Das Organisationsteam traf sich zu seiner letzten Sitzung, legte die einzukaufenden Mengen an Speisen und Getränken endgültig fest und erstellte noch die „Erinnerungslisten" für die Elternschaft: Wer sollte wann und wo zupacken.

 

2. Akt – Endspurt vor dem Fest

In den Klassen wurde nach den Pfingstferien unermüdlich gearbeitet. Das Schattenspiel der Erstklässler wurde geprobt, die Zweitklässler konzipierten ihren Bewegungsparcours für die Sporthalle, auf dem Schulhof oder im Gebäude konnte man jonglierende Drittklässler beobachten, andere Kinder der Stufe stellten ihre Geisterbahn auf, wieder andere fertigten lustige Utensilien für ihre Kamera-Box. Viertklässler stellten einen Markstand im zweiten Sock auf, den ihre Lehrerin einem Wochenmarkt-Beschicker „abgeschwatzt" hatte, um ihn dann zu einer Luftballon-Schießbude umzubauen, andere übten sich im Herstellen von Luftballon-Tieren oder stellten ein Angelspiel her und schließlich baute man in einer anderen vierten Klasse einen Nagelbalken, ein Glücksrad und das Dosenwurfspiel auf, Dinge, die auf einem Jahrmarkt natürlich nicht fehlen durften.
Bei allen Aktivitäten konnte man eine gewisse Anspannung verspüren. Der eine brauchte noch dies, die andere das, was hatte man vergessen, woher bekommt man jenes, kurzum, die Woche verlief recht turbulent, ohne dass allerdings Hektik oder Unruhe zu spüren war.
Der Takt der ein- und ausgehenden E-Mails beim Organisationsteam „Speis und Trank" entwickelte sich im Laufe der Woche zum „Allegro" und über allem stand die eine, große Frage, die uns im Übrigen bei jedem Schulfest bewegt: Wie wird das Wetter? Die Vorhersage prophezeite einen nicht zu heißen, aber trockenen Tag. Man glaubte daran und freute sich auf das Fest.
Bereits die ganze Woche über war eine andere Frage aufgetaucht, mit der, so denke ich, niemand so richtig gerechnet hatte: Wohin stellen wir den Kühlwagen, den wir für Getränke, Würstchen und Fleisch geordert hatten. Die einzige Stelle, die man für geeignet erkoren hatte, war der Lehrerparkplatz. Damit eröffneten sich aber weitere Fragen. Reicht das Stromkabel bis dorthin, brauchen wir eine weitere Kabeltrommel ...?
Nun, am Freitag vor dem Fest wurde schließlich der optimale Stellplatz erkundet: beim Nachbarn vor der Garage. Für den Abend war die Anlieferung der Getränke und des besagten Kühlwagens angesagt. Einige Väter und Kinder waren gekommen, um unzählige Getränkekisten abzuladen und sie in den Kühlwagen einzuräumen. Abgerundet wurde das Ganze dadurch, dass wir sogar den Strom vom Nachbarn beziehen konnten. Fantastisch! Das war ein gutes Omen!
Der Samstag konnte kommen, auch wenn die Vorhersage mittlerweile etwas „durchwachseneres" Wetter ankündigte.

 

3. Akt – Das Schulfest

Am Samstagmorgen waren die ersten Helferinnen und Helfer schon gegen halb zehn zur Stelle. Rasch waren die am frühen Morgen angelieferten Biertisch-Garnituren auf dem Schulhof aufgebaut. Doch von Westen näherten sich die ersten schwarzen Wolkenberge.
Dank der tatkräftigen Unterstützung durch unseren Hausmeister, Herrn Schoßmaier, wurde in kürzester Zeit umdisponiert. Das Foyer des Theatersaals wurde kurzerhand mit Tischen und Bänken belegt – genau die, die man zuvor auf dem Schulhof aufgestellt hatte. Ein kleiner Teil blieb auf dem Hof oder wurde – das Wetter konnte sich ja zum Bessern wenden – beiseite geräumt.
Bereits um 11.30 Uhr lag ein verführerischer Duft nach Gegrilltem über dem Schulhof, zahlreiche Kuchen waren angeliefert worden, im Erdgeschoss duftete es nach frisch gebrühtem Kaffee. Alles war vorbereitet, die Gäste konnten kommen.
Um 13.30 Uhr eröffnete die 3b mit einem Tanz, der ihre Jonglierkünste einfließen ließ das Fest. Die Gäste, von den sich inzwischen eine große Schar eingefunden hatte, bedachten die Darbietung mit herzlichem Applaus. Nachdem die 3a dann noch einen kleinen Werbesong für ihre Geisterbahn zum Besten gegeben hatte, strömten alle ins Haus, um sich an den Attraktionen der Klassen zu erfreuen.
Den ganzen Nachmittag über herrschte ein buntes Treiben. In der Sporthalle waren abwechslungsreiche Bewegungselemente aufgebaut: Man konnte sich auf der Slack-Line als Seiltänzer üben, eine Kissenschlacht auf dem Schwebebalken wagen oder seinen Gleichgewichtssinn auf dem Snakeboard trainiern. Natürlich durfte auch die Torwand nicht fehlen, die vor allem bei den Jungs mit viel Freude und Spaß angenommen wurde.
Im ersten Stock fanden drei Aufführungen eines Schattenspiels statt: Die Erstklässler erzählten das musikalische Märchen „Peter und der Wolf". Alle Aufgaben waren von den Kindern übernommen worden. Die Kinder agierten als Erzähler, als Puppenspieler oder Musiker. Am Ende gab es viel Applaus für die sehr ansprechenden Aufführungen.
Wer im Zimmertheater keinen Platz mehr gefunden hatte, durfte sich bei der 3b im Jonglieren mit Bällen, Tellern und anderem üben oder hatte die Möglichkeit, einen (Plastik)Teller auf einem Stab drehen zu lassen. Geschicklichkeit und der Wille zum „Ich-probier's-nochmal" waren gefragt.
Im zweiten Stock vergnügte man sich bei der 4b an der Luftballon-Schießbude, angelte Fische, warf nach Dosen oder „baute" Luftballontiere bei der 4a. Aus dem Zimmer der 4c war das Scheppern fallender Dosen und das Hämmern am Nagelbalken zu hören. Hin und wieder ratschte auch das Glücksrad und bescherte dem glücklichen Gewinner ein Tütchen Popcorn.
Die 3c hatte ihr Zimmer in ein Fotoatelier verwandelt. Mit Bärtchen oder Brille, die an kleinen Stäbchen befestigt waren, konnte man sein Aussehen je nach Laune verwandeln, wurde fotografiert und konnte – o Wunder der Technik – das Foto sofort in Empfang nehmen.
Auf dem gleichen Flur hatte die 3a zur Fahrt in ihrer Geisterbahn eingeladen. Unheimliche Geräusche drangen aus dem völlig abgedunkelten Zimmer, durch das die Kinder und Erwachsenen ihre Gäste auf kleinen Wägelchen schoben. Eine riesige Schlange hatte sich vor dem Eingang gebildet: alle wollte Geisterbahn fahren. Das bedeutete für das Personal natürlich erhöhte Anstrengungen. Zu Dunkelheit und unheimlichen Geräuschen gesellte sich nämlich eine geradezu tropische Hitze im Zimmer.
Im Erdgeschoss hatte der Förderverein unserer Schule seinen Stand aufgebaut und überraschte die Kinder mit einer besonderen Attraktion, einem Luftballonwettbewerb. Die fleißigen Vorstandsmitglieder halfen den Kindern beim Ausfüllen der Teilnehmerkarten und füllten die Ballons mit Helium. Immer wieder stiegen bunte Boten unseres Schulfestes in den wolkenverhangenen Leonberger Himmel und alle sind gespannt, welche Strecke der am weitesten geflogene Ballon wohl zurückgelegt hat.
Währenddessen saßen viele gemütlich auf dem Schulhof oder im Foyer des Theatersaals, taten sich an Gegrilltem oder Kaffee und Kuchen gütlich und führten angeregte Gespräche.
Kurzum, das Fest war ein gelungenes Ereignis im Schulleben und dementsprechend freute es alle, dass Viele lobende Worte für den „Jahrmarkt" in der Spitalschule übrig hatten.
Das Aufräumen am Abend verlief rasch und unkompliziert, wollte doch so mancher noch zum Citylauf – sei es als Teilnehmer oder Zuschauer.

 

4. Epilog

Am Schluss bleibt nur noch eines: Danke zu sagen.
- den Eltern, die ihre Freizeit für die Vorbereitungen zur Verfügung gestellt haben
- den Eltern, die unzählige Helferdienste geleistet haben, sei es als Aufsichtspersonen, sei es als Personal am Grill- oder Getränkestand, als Helfer an der Kaffee- und Kuchentheke,
- den Eltern, die bei Auf- und Abbau zur Stelle waren oder Besorgungen erledigten,
- den Kolleginnen, die mit den Klassen die Beiträge, einstudiert, aufgebaut, durchgeführt haben,
- Herrn Schoßmaier für die technische Unterstützung,
- dem Förderverein für seine Unterstützung und seine tolle Idee mit dem Luftballonwettbewerb
- und zum Schluss natürlich den Hauptakteuren: den Kindern der Spitalschule, die mit so viele Freude und Einsatzbereitschaft zum guten Gelingen unseres Schulfestes beigetragen haben.